Termine

No events found.

Auch an Euch hallo und herzlich Willkommen auf unserer Webseite!

An dieser Stelle möchten wir versuchen, Euch für das Thema Homosexualität zu sensibilisieren und erste Informationen darüber geben.

 

Möglicherweise seit Ihr verunsichert, weil...

...sich Euer Kind als homosexuell geoutet hat und Ihr nicht wisst, wie Ihr Euch verhalten sollt?

...Ihr denkt, Euer Kind könnte homosexuell sein?

...Ihr Euer Kind beim Coming Out unterstützen möchtet, aber nicht wisst wie?

 

Dann freuen wir uns, dass Ihr es bis auf diese Seite geschafft habt, denn das ist nicht selbstverständlich und deswegen schätzen wir das sehr.

 

Eines gleich vorweg: Weder Eure Kind noch wir selbst haben uns für unsere sexuelle Orientierung entschieden. Die Frage, warum der eine Mensch hetero- und der andere homosexuell ist, kann man bisher nicht genau beantworten. Wahrscheinlich müssen mehrere Faktoren gemeinsam wirken, deshalb kann ein einzelner Grund kaum die Ursache für eine bestimmte sexuelle Ausrichtung sein; geschweige denn, dass man das gezielt beeinflussen könnte. Fest steht, dass eine homosexuelle Orientierung, also lesbisch- bzw. schwulsein weder durch Erziehung noch durch Verführung entsteht.

 

Die in unserer Gesellschaft „normale“ Form einer Liebesbeziehung ist die zwischen Mann und Frau. „Normal“ vor allem deshalb, weil sie besonders häufig vorkommt. Doch dies ist nur eine Art von vielen, Liebe und Sexualität zu empfinden und zu leben.

Wie vieles Unbekannte verursacht auch das sich hingezogen fühlen zum eigenen Geschlecht vielen Menschen Unbehagen. Daher wird Homosexualität nicht selten mit Unverständnis und abfälligen Bemerkungen begegnet, denn sie durchbricht gängige Vorstellungen und Ideale. So erwarten auch viele Eltern von Ihrem Kind, dass es sich heterosexuell verhält, und ziehen andere Möglichkeiten oft gar nicht in Betracht.

Offenbart das eigene Kind dann seine Homosexualität (man nennt das „Outing“), ist es für Euch vielleicht schwer, sich dieser Tatsache zu stellen. Ihr seid möglicherweise enttäuscht, müsst Euch von den eigenen Wunschvorstellungen lösen, fürchtet das Urteil der Mitmenschen. Zweifel kommen auf. Vielleicht fragt Ihr Euch, was Ihr in der Vergangenheit falsch gemacht habt. Auch für Euer Kind ist die Situation nicht leicht: der Gedanke, homosexuell zu sein, kann jungen Menschen große Angst machen. Selbst, wenn sie bereits erfahren haben, dass unterschiedliche sexuelle Orientierungen normal sind. Denn auf einmal stehen die eigenen Gefühle im Gegensatz zu dem, was Eltern, Freund_innen und man selbst von sich erwartet, und das kann zu großer Unsicherheit führen.

Sich anfänglich dahingehend anderen Personen anzuvertrauen ist ein großer Vertrauensbeweis und sollte auch so gesehen werden. Gerade wenn Euer Kind weiß, dass Ihr nicht abfällig über Homosexualität redet und denkt, ist es viel eher bereit, sich Euch mitzuteilen. Macht deutlich, dass für Euch nicht die sexuelle Orientierung Eures Kindes im Vordergrund steht. Zeigt, dass es für Euch viel wichtiger ist, dass man mit seinen Gefühlen, seinem Denken und seinen Interessen in Einklang steht.

 

Dass das alles ist leichter gesagt als getan ist, ist uns bewusst. Trotzdem, nehmt Euch Zeit und versucht es!

Wichtig ist: Ihr dürft Euren Schmerz, die Zweifel und Ängste äußern. Zeigt aber gleichzeitig die Bereitschaft, für Euer Kind da zu sein und es unterstützen zu wollen. Zeigt, dass es der Mensch bleibt, den Ihr immer geliebt habt und immer lieben werdet, unabhängig von seiner sexuellen Orientierung.

Auch Gesprächen mit vertrauten Menschen, anderen Homosexuellen oder deren Eltern können Hilfe und Unterstützung bieten und einen Raum schaffen, in dem Ihr Euch wohl fühlt.

 

Wir hoffen, dass wir Euch weiter helfen konnten.

Für professionelle Beratung schaut doch mal bei unseren Links vorbei.

 

Liebe Grüße, die Jule.